Venus von Willendorf
Hi, ich bin die Venus von Willendorf und zähle zu den bekanntesten Kunstwerken der Altsteinzeit. Vor etwa 29.000 Jahren aus Kalkstein gefertigt, bin ich gerade einmal 11 cm groß. Entdeckt wurde ich 1908 in der Wachau, Niederösterreich, aber heute verweile ich im Naturhistorischen Museum in Wien. Ursprünglich war ich mit rotem Ocker bemalt, von dem noch Spuren erhalten sind. Meine üppigen Körperformen, die betonten Geschlechtsmerkmale und mein verhülltes Gesicht geben bis heute Anlass für wissenschaftliche Diskussionen über meine Bedeutung. Ob ich ein Fruchtbarkeitssymbol, ein religiöses Objekt oder etwas ganz anderes darstelle, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Nach fast 30.000 Jahren gibt es also noch einiges über mich herauszufinden!
who am I?


Hi, I am the Venus of Willendorf, one of the best-known works of art from the Upper Paleolithic. Carved from limestone around 29,000 years ago, I stand just 11 cm tall. I was discovered in 1908 in the Wachau region of Lower Austria, but today I reside at the Natural History Museum in Vienna. I was originally painted with red ochre, traces of which still remain. My voluptuous body, pronounced sexual features and concealed face continue to inspire scientific debate about my meaning. Whether I represent fertility, served a religious purpose or had an entirely different significance remains uncertain. After nearly 30,000 years, I still have a few secrets to keep!
Ihre reduzierte, kraftvolle Formensprache bildet für mich eine spannende Grundlage für zeitgenössische keramische Arbeiten.
In meiner Arbeit greife ich dieses Motiv auf unterschiedliche Weise auf. Einerseits entstehen keramische Bilder, bei denen die Venus aus Ton modelliert, verschieden glasiert und teils bewusst neu interpretiert wird – etwa durch humorvolle Accessoires oder ungewohnte Outfits wie ein Dirndl. Andererseits dient die Venus als plastisches Element und wird als Hänkel für Weinkühler oder Schalen umgesetzt. So verbindet sich das archaische Motiv mit funktionaler Keramik und erhält einen neuen, spielerischen Kontext.
Her simplified yet powerful forms provide an exciting foundation for my contemporary ceramic work.
In my work, I reinterpret this motif in various ways. On the one hand, I create ceramic pictures in which the Venus is modelled in clay, finished with different glazes and sometimes deliberately reimagined through humorous accessories or unexpected outfits, such as a traditional Austrian dirndl. On the other hand, the Venus becomes a three-dimensional element, serving as a handle for wine coolers or bowls. In this way, the archaic motif merges with functional ceramics, taking on a new and playful context.
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