Tierskulpturen
aus dem Rakubrand
Ich gestalte Tierskulpturen aus Ton, die im Raku-Verfahren gebrannt werden. Diese traditionelle Technik verleiht jedem Werk eine eigene, lebendige Ausstrahlung - unvorhersehbar, charakterstark und einzigartig.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Oberflächenstrukturen und Details. Mit großer Sorgfalt versuche ich, die Natur so authentisch wie möglich nachzuahmen: Fell, Haut und Bewegung sollen sichtbar werden und dem Tier Präsenz verleihen.
Auf dieser Website zeige ich eine Auswahl meiner bisherigen Arbeiten. Die Skulpturen sind in neun Kategorien gegliedert, darunter affenartige Tiere, bärenartige Tiere, Vierbeiner, Kurioses und vieles Mehr. Ergänzend geben Prozessfotos Einblick in die Entstehung der Werke - von den ersten Formschritten bis zum fertigen Brand. Beim Durchschmökern der Bilder lässt sich gut nachvollziehen, wie viel Handarbeit und Zeit in jeder Skulptur steckt.
































































































Was passiert, wenn man ein Nashorn gegen einen Elefanten in einem Arenakampf auf Leben und Tod antreten lässt? Um diese überaus wichtige Frage zu klären, veranstaltete der portugiesische König 1515 ein solches Spektakel und ließ einen Elefanten gegen ein indisches Panzernashorn antreten, welches er als Geschenk vom indischen Sultan erhalten hatte. Als der Elefant, verängstigt durch den Lärm und Gejubel der Zuschauer aus der Arena flüchtete, fiel des dem Nashorn leicht seinen Ruf als blutrünstige Bestie zu wahren.
Da dies zu jener Zeit ein enormes Aufsehen erregte, waren auch einige Deutsche unter den Zuschauern, welche schließlich mit Skizzen und Schilderungen eines indischen Panzernashorns in ihr Heimatland zurückkehrten.
Da Albrecht Dürer schon zu seiner Lebzeit als begnadeter Künstler bekannt war, bekam er einige dieser Berichte in seine Hände und kreierte die bis Heute einflussreichste Tierdarstellung. Ohne selbst je eines gesehen zu haben, fertigte er eine derart detaillierte und proportional korrekte Darstellung eines indischen Panzernashorns, sodass sie internationale Berühmtheit erlangte und jene sogar bis 1930 in deutschen Schulbüchern verwendet wurde.
Das Dürer-Rhinocerus ist vermutlich das am häufigsten vervielfältigte Kunstwerk, da es durch die Anfertigung im Holzdruckverfahren auf unzählige Flugblätter gedruckt wurde und macht es dadurch zu einem bedeutenden Meilenstein in der Kunstgeschichte.
Dürer-Rhinocerus
Hommage an Albrecht Dürer
Der Mensch hat geschafft nahezu alle Lebensräume auf der Erde zu erkunden und dabei einen Großteil der existierenden Tierarten zu entdecken und zu klassifizieren. Tiere selbst hingegen sind auf ihren jeweiligen Lebensraum beschränkt und haben keinerlei Kenntnis über die Existenz anderer Arten in fremden Habitaten. Für sie existiert nur das unmittelbare Umfeld und die globale Biodiversität bleibt ihnen verborgen.
In manchen Fällen kann es jedoch passieren, dass einzelne Individuen durch Zufall in völlig fremde Lebensräume „geworfen“ werden. Beispielsweise durch Naturkatastrophen oder menschliche Eingriffe treffen Tiere auf ihnen unbekannte Arten und Umgebungen, weshalb sie sich den neuen Bedingungen anpassen und ebenso ihr gewohntes Beuteschema überdenken müssen.
Es bleibt eine Frage des Zufalls, aber eine Nahrungskette wie diese wäre mit Hilfe von einigen unvorhersehbaren Ereignissen durchaus möglich.
Matter of Chance I




Der Mensch hat geschafft nahezu alle Lebensräume auf der Erde zu erkunden und dabei einen Großteil der existierenden Tierarten zu entdecken und zu klassifizieren. Tiere selbst hingegen sind auf ihren jeweiligen Lebensraum beschränkt und haben keinerlei Kenntnis über die Existenz anderer Arten in fremden Habitaten. Für sie existiert nur das unmittelbare Umfeld und die globale Biodiversität bleibt ihnen verborgen.
In manchen Fällen kann es jedoch passieren, dass einzelne Individuen durch Zufall in völlig fremde Lebensräume „geworfen“ werden. Beispielsweise durch Naturkatastrophen oder menschliche Eingriffe treffen Tiere auf ihnen unbekannte Arten und Umgebungen, weshalb sie sich den neuen Bedingungen anpassen und ebenso ihr gewohntes Beuteschema überdenken müssen.
Es bleibt eine Frage des Zufalls, aber eine Nahrungskette wie diese wäre mit Hilfe von einigen unvorhersehbaren Ereignissen durchaus möglich.
Matter of Chance II
endangered




Indonesien besteht aus tausenden Inseln, die wie verstreute Mosaiksteine über den Ozean verteilt sind. Jede dieser Inseln hat im Laufe der Zeit ihre eigenen Lebensräume und einzigartigen Arten hervorgebracht - abgeschottet, angepasst und oftmals nur dort beheimatet. Was auf einer Insel alltäglich ist, bleibt auf der Nachbarinsel gänzlich unbekannt.
Doch manchmal sorgt der Zufall dafür, dass Grenzen verschwimmen: Tiere gelangen durch Naturereignisse, klimatische Veränderungen oder menschliche Eingriffe in fremde Lebensräume. Dort treffen sie auf Arten, die sie nie zuvor gesehen haben - potenzielle Beute, unerwartete Fressfeinde oder schlichtweg Fremde in einer neuen Umgebung. Eine Begegnung, die die Regeln der Nahrungskette neu schreibt.
So entsteht eine Kette von Zufällen, die in der Natur zwar möglich, aber höchst unwahrscheinlich ist - ein Blick darauf, wie Arten miteinander in Beziehung treten könnten, wenn die Barrieren ihrer Inselwelten aufgehoben wären.
Matter of Chance III
indonesia




















